Tomaten


Fruchtfolge und Mischkultur Tomaten stehen als Starkzehrer in der Fruchtfolge an erster Stelle. Sie sollten jedes Jahr in ein neues Beet gesetzt werden. Stehen die Pflanzen stets an derselben Stelle, können sich außerdem Bodenschädlinge wie Wurzelälchen und die Erreger der Korkwurzelkrankheit stark vermehren. Entlang der Reihen können niedrige und wärmebedürftige Kräuter wie Basilikum gesetzt werden. Tomaten sind auch gute Nachbarn für andere Pflanzen: Man vermutet, dass der Geruch der Tomatenblätter Schädlinge vertreibt. Möhren, Radieschen, Spinat oder Kohl gedeihen prima in ihrer Nähe. Nicht als Nachbarn zu empfehlen sind dagegen Kartoffeln, Erbsen und Fenchel. Gerade Kartoffeln sollten unbedingt gemieden werden, da der Pilzerreger der gefürchteten Kartoffelkrankheit Braunfäule darin überwintert und im Frühjahr die Tomatenpflanzen infiziert.

PflanzungStzling Tomate

Sie sollten das Beet vor der Pflanzung also mit kompostiertem Mist und Kompost düngen und diesen gut in den Boden einarbeiten. Ein weiter Pflanzabstand von mindestens 50 x 60 Zentimetern sichert die Durchlüftung. Gießen Sie die Tomaten gleich nach der Pflanzung kräftig an. In den folgenden Tagen sollten die jungen Pflänzchen kein Wasser erhalten, damit das Wurzelwachstum erneut angeregt wird.
Damit die Tomaten-Pflänzchen einen besseren Stand haben, pflanzt man sie bis zum untersten Blattansatz ein, sodass der Wurzelansatz fünf bis zehn Zentimeter mit Erde bedeckt ist.
Dadurch bilden die Pflanzen am unteren Stängelteil zusätzliche Feinwurzeln und können mehr Nährstoffe aufnehmen. Bei veredelten Tomaten sollte der Topfballen gerade noch sichtbar sein! Mit Ausnahme von Buschtomaten brauchen alle Tomaten eine Rankhilfe.

Pflege

Wenn die Wurzeln gut angewachsen sind, können Sie die Tomatenpflanzen sparsamer wässern. Da die Pflanzen ein verzweigtes Wurzelsystem ausbilden, und sich auch gut mit Wasser versorgen können, sollten Sie dann gießen, wenn die Pflanzen morgens die Blätter hängen lassen. Nie abwarten, bis der Boden völlig ausgetrocknet ist. Nicht nur die Früchte dünnschaliger Sorten wie ‘Yellow Pearshaped’ oder ‘Berner Rose’ platzen sonst leicht auf. Gießen Sie vor allem die überdachten Tomaten regelmäßig, in heißen Perioden täglich. Solange die Erde noch kühl ist, sollte man temperiertes Wasser verwenden.
Um Pilzkrankheiten wie die Kraut- und Braunfäule zu verhindern, gilt es, die Tomatenpflanzen ausschließlich im Bodenbereich zu wässern und das Benetzen der Blätter zu vermeiden. Bringen Sie es mit der Gießkanne oder Brause direkt im Wurzelbereich aus. Da sich das Benetzen der unteren Blätter kaum vermeiden lässt, sollten Sie diese vorsorglich entfernen, sobald die Pflanzen kräftig genug sind.

Wenn Sie die Tomaten mit Stroh oder Grasschnitt bedecken, kühlen die Pflanzen nicht so schnell aus und der Boden bleibt locker. Bringen Sie den Mulch aber erst aus, wenn der Boden ausreichend erwärmt ist.

Düngung


Tomaten brauchen viele Nährstoffe. Düngen Sie Ihre Tomaten ab Beginn der Blütenbildung alle 14 Tage mit einem kaliumreichen Tomatendünger (Fachhandel) oder geben Sie etwas selbst hergestellte Brennnessel- oder Beinwelljauche ins Gießwasser. Neben dem Aufbinden hat sich vor allem das Ausgeizen, also das Entfernen der Triebe in den Blattachseln, bewährt. Mit dieser wichtigen Pflegemaßnahme während der Kulturdauer bringen die meisten Tomatensorten den höchsten Ertrag. Die aus den Blattachseln ständig neu herauswachsenden Geiztriebe müssen vom Jungpflanzenstadium bis zur Ernte laufend ausgebrochen werden, sobald man sie entdeckt. Lässt man sie wachsen, produzieren die Pflanzen viel Blattmasse, aber kaum Früchte. Sie sollten die Triebe nur bei trockenem Wetter und am besten am Morgen mit der Hand ausgeizen. Wie stark ausgegeizt werden soll, hängt von der Sorte ab: Cocktailtomaten können gut mehrtriebig gezogen werden, auch einige buschförmig wachsende Sorten brauchen nicht ausgegeizt werden. Und: Je enger die Pflanzen stehen, desto stärker muss ausgegeizt werden.
Tipp: Achten Sie bei den Sortennamen genau auf Eigenschaften wie Wuchsform und -breite.

Im August kappt man die Triebspitze, damit keine neuen Blütenstände heranwachsen; deren Früchte würden ohnehin nicht mehr ausreifen. Alternativ kann man nur die neu wachsenden Blütenstände abschneiden, die Triebspitze jedoch schonen. Im Laufe der Kultur werden einzelne Blätter von unten beginnend gelb – das ist normal. Man schneidet sie ab, schont aber bis zum Schluss das gesunde Laub.

Krankheiten

Die mit Abstand gefährlichste Tomatenkrankheit ist die Kraut- und Braunfäule (Phytophthora). Sie wird, wie bereits erwähnt, durch einen Pilz verursacht. Seine Sporen werden durch den Wind über weite Strecken verbreitet und lösen auf der feuchten Blattoberfläche schnell eine Infektion aus. Auch eine hohe Luftfeuchtigkeit und Temperaturen unter 18 Grad Celsius begünstigen den Befall. Nach der Infektion lässt sich die Erkrankung kaum noch stoppen. Das Schadbild zeigt sich sowohl auf dem Laub und den Trieben als auch auf den Früchten. Die Tomaten färben sich braun, verhärten im Innern und werden vollständig ungenießbar. Entfernen Sie beim geringsten Anzeichen eines Braunfäule-Befalls sofort die infizierten Blätter. Statt sie auf den Kompost zu geben, sollten Sie sie verbrennen. Die wirkungsvollste Vorbeugung ist ein Dach über dem Kopf. Wenn Sie kein Gewächshaus oder Tomatenhaus haben, eignet sich zur Vorbeugung auch eine lichtdurchlässige Überdachung aus Folie, die den Regen abhält.

Folgende Tomaten-Sorten sind genetisch resistent gegen Kraut- und Braunfäule

  • Phantasie
  • De Berao
  • Philovita
  • Golden Currant
  • Tigerella
  • Rote Murmel
  • White Wonder
  • Harzfeuer
    Tomate kann nicht nur mit ihrem vollen Geschmack und den kräftigen Farben glänzen, sondern besitzt auch noch eine gute Widerstandsfähigkeit gegen allerlei Tomatenkrankheiten, wie beispielsweise Braunfäule. Sie ist darüber hinaus sehr robust und wuchsfreudig. Wie man sieht, vereinigt die Harzfeuer Tomate einige der besten Eigenschaften von Tomatenpflanzen.



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