Radieschen


Frühe Radieschensorten können bereits im März gesät werden, sobald der Boden gut abgetrocknet ist. Besonders rasch und zuverlässig keimen die Samen bei Temperaturen von 12 bis 15 Grad. Die jungen Pflänzchen überstehen leichten Nachtfrost zwar ohne Schaden, damit das Wachstum aber nicht stockt, empfiehlt sich bei früher Aussaat eine Vliesauflage. Folgesaaten lohnen sich im Freiland bis Anfang September.

Sommersorten für die späte Aussaat

Im Sommer sät man an einen Platz im Halbschatten und nutzt den Platz zwischen den Reihen mit bewährten Mischkulturpartnern wie Buschbohnen, Porree und Mangold. Wählen Sie für spätere Anbautermine spezielle Sommerradies wie ‘Sora’ oder ‘Vitessa’ – frühe Züchtungen neigen ansonsten zur vorzeitigen Blütenbildung und schießen. Bei anhaltend warmer Witterung außerdem das Gießen nicht vergessen, sonst werden auch als hitzefest bezeichnete Sorten unangenehm scharf, hart und holzig. Im Frühbeet oder Folientunnel gilt: kräftig lüften, sobald die Temperaturen über 20 Grad ansteigen.

Die Aussaatrille hat bei Radieschen lediglich eine Tiefe von ein bis zwei Zentimeter. Damit der gelockerte Boden nicht unnötig verdichtet wird, können Sie ein langes Holzbrett quer über das Beet gelegt. Die Samenkörner werden nun einzeln in die vorbereitete Rille gelegt. Beim Saatgutkauf unbedingt auf die richtige Sortenwahl achten. Für frühe Aussaattermine gibt es spezielle Radieschen-Züchtungen, die an kurze Tage und kühle Nächte angepasst sind.

Beim Abstand zwischen den Körnern sollten Sie sich an die Packungsangabe halten. Hat man älteres Saatgut und ist sich unsicher bezüglich der Keimung, kann man enger säen und überzählige Sämlinge später wieder entfernen. Praktisch sind Saatbänder, bei denen die Abstände automatisch vorgegeben sind. Zwischen den einzelnen Saatreihen etwa 15 Zentimeter Platz lassen. Hierbei muss beachtet werden, dass die Radieschensamen nur dünn bedeckt sind. Mit feinem Strahl wird das fertige Beet nun gründlich angegossen. Bis zur Keimung darf die Erde nicht austrocknen. Auch danach die Pflanzen gleichmäßig feucht halten, damit die Knollen nicht scharf und holzig werden. Mit einem Etikett kann man zum Schluss die Aussaatstelle markieren. Je nach Witterungsverlauf sind die Radieschen schon nach vier bis sechs Wochen erntereif.


            Impressum   

           
Datenschutz