
Kartoffeln
Die Kartoffel braucht viele Nährstoffe. Sie mag Stallmist und Pflanzerde, die mit Kompost durchmischt wurde. – Sie können die Ernte um bis zu drei Wochen verfrühen, wenn Sie die Kartoffelknollen vor dem Einsetzen bei etwa zehn bis fünfzehn Grad zum Vorkeimen auslegen. Grundsätzlich sollten Sie nicht vor Mitte April mit dem Einsetzen der Knollen beginnen, da die Kartoffel frostempfindlich ist. Sollten nach dem Austreiben des Kartoffelgrüns nochmals frostige Nächte kommen, packen Sie die Triebe in Stroh oder decken Sie sie mit Vlies ab.
Ziehen Sie in den Boden eine etwa 15 cm tiefe Furche. Legen Sie dann die Kartoffeln mit den Augen oder Austrieben nach oben aus. Pflanzabstände: Bei Frühkartoffeln etwa dreißig Zentimeter, bei mittel- und spätreifenden Sorten 40 bis 50 Zentimeter. Mit dem sogenannten Anhäufeln beginnen Sie, sobald das Kartoffelgrün aus dem Boden kommt. Sie lockern damit den Boden, was sich positiv auf die Knollenbildung auswirkt. Außerdem verhindern Sie damit, dass die Kartoffeln durch Lichteinwirkung grün werden. Statt dem Anhäufeln mit Erde können Sie die Knollen mit einer mindestens 20 Zentimeter hohen Mulchschicht aus Stroh oder Rasenschnitt bedecken. Das fördert aktive Bodenorganismen, der Boden wird sehr locker und durch die Zersetzung des organischen Materials auch sehr nährstoffreich.
Sobald die ersten Pflanzen blühen, können Sie mit der Ernte beginnen. Beachten Sie, dass sich Frühkartoffeln nicht so gut lagern lassen. Ernten Sie nur so viele, wie sie verarbeiten können. Wenn ab August das Kartoffellaub gelb wird, können Sie die anderen Kartoffelsorten ernten, die Spätsorten bis in den Herbst.
Um Krankheiten über den Kompost oder den Boden zu verhindern, sollten Sie das Kartoffellaub nach der Ernte sofort vernichten. Früher gab es dafür die Kartoffelfeuer. Machen Sie das doch auch, wenn es bei Ihnen erlaubt ist.