Was hilft gegen Blattläuse?
Der Siebenpunkt-Marienkäfer vertilgt täglich bis zu 150 Blattläuse.

Bei nur geringem Befall hilft es bereits, die Pflanzen mit einem harten Wasserstrahl abzuspritzen oder die Tiere mit dem Finger von den Blättern abzustreifen. Sind bereits viele Blattläuse zu sehen, muss es trotzdem nicht gleich die Chemiekeule sein. Folgende biologische Mittel bekämpfen die Schädlinge ebenfalls effektiv:
» Nützlinge auf die Pflanzen setzen. Geeignet sind neben dem heimischen Marienkäfer Gallmücken und Florfliegen. Die Larven sind im Fachhandel erhältlich. Ungeeignet ist der asiatische Marienkäfer. Er vertilgt zwar ebenfalls äußert effektiv Blattläuse, kann aber für den heimischen Marienkäfer zur Bedrohung werden.
» Neemöl: Pflanzen möglichst frühmorgens mit verdünntem Neemöl rundherum gründlich einsprühen, nach einigen Tagen ist die Pflanze schädlingsfrei. In Gartencentern sind sowohl reines Neemöl als auch gebrauchsfertige Mischungen zum Spritzen oder Gießen erhältlich.
» Brennnesselbrühe: Zwei Hände voll Brennnesseln in einen Eimer geben, zwei Liter kaltes Wasser darauf gießen und zwölf Stunden ziehen lassen. Befallene Pflanzen damit gründlich einsprühen.
» Sud aus Waschnüssen: Dazu zehn Waschnüsse (in Drogerien und Bioläden erhältlich) in einem Liter Wasser auskochen und die Pflanzen mit dem abgekühlten Sud besprühen.
»Sud aus Rainfarn: 100 Gramm getrockneten Rainfarn mit einem Liter Wasser eine halbe Stunde kochen. Der abgekühlte Sud wird mit Wasser verdünnt. Bei geringem Befall reicht ein Verhältnis von 1:10, bei stärkerem Befall 1:6.
» Sud aus Ackerschachtelhalm: Zutaten: 150 Gramm Ackerschachtelhalm, eine große Zwiebel, eine Knolle Knoblauch und etwas Öl pro Liter Wasser. Die Halme klein schneiden, Zwiebel und Knoblauch grob würfeln und in kochendes Wasser geben. Etwas Öl hinzugeben, das Ganze umrühren und 15 Minuten köcheln und danach abkühlen lassen. Zum Besprühen den abgekühlten Sud im Verhältnis 1:5 mit Wasser mischen. Ackerschachtelhalm hilft auch vorbeugend gegen Schädlingsbefall und Pilzerkrankungen.
» Schmierseife: Ein bewährtes Mittel zur akuten Bekämpfung der Parasiten ist auch Schmierseife. Man mischt einen Liter Wasser mit einem Esslöffel Schmierseife und sprüht damit die Blattläuse von den Blättern ab. Wichtig ist, als Schmierseife nur reine Kali-Seife ohne Zusätze zu verwenden und keine gewöhnliche Haushaltsseife. Noch wirkungsvoller wird das Gemisch, wenn man zusätzlich einen Esslöffel Spiritus hinzugibt.
Der Nachteil dieser Methode: Zwar werden Blattläuse wirksam bekämpft, allerdings können die Tenside in der Seifenlösung hässliche Flecken auf den Blättern hinterlassen. Für dekorative Pflanzen sollte man also eher auf eine andere Methode zurückgreifen.
» Bohnenkraut hilft gegen Blattlausbefall
Bohnenkraut ist ein Hausmittel das vorbeugend gegen Blattläuse wirkt. Damit es wirkt, sollten Sie das Kraut in regelmäßigen Abständen zwischen die bedrohten Pflanzen setzen. Vor allem im Garten können Sie Blattlausbefall vermeiden, wenn Sie auf Mischkulturen setzen.
» Schwarzer Tee vertreibt Schädlinge
Er schmeckt nicht nur gut, sondern ist auch ein sehr wirksames Hausmittel gegen Blattläuse. Und so geht's: Hängen Sie zwei Teebeutel schwarzen Tee in eine Kanne und übergießen Sie das Ganze mit einem Liter kochendem Wasser. Lassen Sie den Tee 15 Minuten ziehen. Der Tee wird nun in eine Sprühflasche gefüllt und die Pflanze von allen Seiten damit besprüht.
» Essig: ein wirkungsvolles Hausmittel gegen Lausbefall
Essig ist nicht nur ein beliebtes Hausmittel bei vielen verschiedenen Beschwerden und auch gegen Blattläuse ist er ein effektiver Gegner. Um die kleinen Plagegeister damit zu entfernen, mischen Sie 100 Milliliter Essig mit einem Liter Wasser und füllen das Ganze in eine Sprühflasche. Sprühen Sie die Pflanze rundherum damit ein bis sie tropfnass ist. Denken Sie auch an die Erde. Wenn sich nach einigen Tagen wieder Läuse auf den Blättern befinden wiederholen Sie das Ganze.
» Kartoffelwasser schütze Rosen vor Blattläusen:
Ein besonderer Tipp für den Lausebefall auf Rosen ist Kartoffelwasser. Es ist gleichzeitig ein tolles Hausmittel gegen Blattläuse und ein mineralstoffreiches Düngemittel. Deswegen sollten Sie ab heute den Kartoffelsud, in dem Sie Ihre Kartoffeln weich gekocht haben, nicht mehr wegschütten, sondern lieber abkühlen lassen und in eine Sprühflasche füllen. Besprühen Sie die Pflanzen und die Erde mit dem Sud, dann ist Ihre Pflanze gewaffnet gegen Blattlausbefall.